benild-hospiz
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Aufnahmekriterien für ein stationäres Hospiz

 

Auszug aus der Rahmenvereinbarung nach § 39a Satz 4 SGB V:§ 2

Anspruchsberechtigte Versicherte

(1) Grundvoraussetzung für die Aufnahme in ein stationäres Hospiz ist, dass

a) die Patientin bzw. der Patient an einer Erkrankung leidet,
- die progredient verläuft und
- bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische
  und palliativ-pflegerische Versorgung notwendig oder von der Patientin
  bzw. dem Patienten erwünscht ist und
- die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt,

b) eine Krankenhausbehandlung im Sinne des § 39 SGB V nicht erforderlich ist und

c) eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht ausreicht, weil der palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische und/oder psychosoziale Versorgungsbedarf, der aus der Krankheit resultiert, die Möglichkeiten der bisher Betreuenden regelmäßig übersteigt.(…)

(2) Eine palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische Versorgung in einem stationären Hospiz kommt insbesondere bei einem der folgenden Krankheitsbilder in Betracht:

a) Krebserkrankungen,
b) Vollbild der Infektionskrankheit AIDS,
c) Erkrankungen des Nervensystems,
d) chronische Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- oder Lungenerkrankungen.

(3) Die Notwendigkeit einer stationären Hospizversorgung liegt grundsätzlich nicht bei Patientinnen und Patienten vor, die in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt werden. Sofern in Einzelfällen Patientinnen und Patienten aus Pflegeheimen in ein Hospiz verlegt werden sollen, ist vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüfen zu lassen, ob die Kriterien nach Absatz 1 und 2 erfüllt werden und warum eine angemessene Versorgung der oder des Sterbenden im Pflegeheim nicht mehr möglich ist.

(4) Die Notwendigkeit der stationären Hospizversorgung nach den Absätzen 1, 2 und 3 ist durch eine Vertragsärztin bzw. Vertragsarzt oder Krankenhausärztin bzw. Krankenhausarzt zu bestätigen. Die Leistung ist zunächst auf 4 Wochen befristet; § 275 SGB V bleibt unberührt.